Beim Sim-Racing ist Force Feedback (FFB) der Schlüssel zum Eintauchen in das Spiel, wobei das Drehmoment eine entscheidende Rolle bei der Nachbildung des realen Lenkwiderstands spielt. Aber wie schneidet das Drehmoment eines Fanatec-Lenkrads mit Direktantrieb im Vergleich zu echten Autos ab?
Der Lenkaufwand in echten Autos hängt von der Servolenkung, der Aufhängungsgeometrie, der Reifenhaftung und der Geschwindigkeit ab.
Die meisten modernen Straßenfahrzeuge sind mit einer elektronischen Servolenkung (EPS) ausgestattet, die den Kraftaufwand beim Drehen des Lenkrads erheblich reduziert. Eine Standard-Limousine oder ein Kompaktwagen übt 2–3 Nm aus, während leistungsorientierte Modelle 5–7 Nm erreichen können. Ältere Fahrzeuge mit hydraulischer Lenkung können ebenfalls in diesen Bereich fallen.
Hochleistungssportwagen mit weniger Lenkunterstützung erfordern einen höheren Kraftaufwand. Sie können im Stand 10–12 Nm erfordern, dieser Wert sinkt jedoch während der Fahrt auf 2–8 Nm, je nach Geschwindigkeit und Bodenhaftung. Andere leistungsorientierte Fahrzeuge mit hydraulischer Lenkung erzeugen unter dynamischen Bedingungen in der Regel 5–10 Nm.
Rennwagen arbeiten mit noch höheren Drehmomenten. GT3-Fahrzeuge sind in der Regel auf 6–8 Nm begrenzt, aber einige Fahrer bevorzugen Einstellungen, die näher an 10–12 Nm liegen. Ein LMP2-Fahrzeug hat auf allen Strecken eine Drehmomentbegrenzung von 11 Nm. Die Spitzenkräfte unter extremen Bedingungen, wie z. B. bei aggressiven Kurvenfahrten oder beim Aufprall auf die Bordsteinkante, können diese Werte überschreiten, aber die durchschnittlichen Kräfte liegen zwischen 8 und 15 Nm.
Die Radstände mit Direktantrieb von Fanatec bieten eine Reihe von Drehmomentstufen, die den realen Lenkkräften entsprechen oder diese übertreffen:
Mit dieser Vielfalt ermöglicht es Fanatec Sim-Rennfahrern, ihr Setup an alles anzupassen, vom täglichen Fahren bis hin zum professionellen Motorsport.
Während echte Autos nicht immer ein hohes Lenkdrehmoment erfordern, verbessert ein Radstand mit hohem Drehmoment im Simulationsrennsport die Detailtreue und Präzision der Kraftrückmeldung, insbesondere in Extremsituationen.
Wenn ein Radstand während des normalen Fahrbetriebs nahe seiner Drehmomentgrenze arbeitet, kann es schwierig sein, die Straßenbeschaffenheit, Unebenheiten oder plötzlichen Haftungsverlust präzise zu erfassen. Ein höheres Drehmoment gewährleistet auch bei hoher Belastung eine gleichmäßige Rückmeldung. Darüber hinaus ermöglichen leistungsstarke Radstände den Benutzern eine Feinabstimmung der FFB-Einstellungen, um sie an verschiedene Fahrzeugtypen anzupassen, von leichten Straßenfahrzeugen bis hin zu schwereren GT-Rennwagen.
Berufskraftfahrer trainieren oft mit Direktantriebsrädern, die auf 8–12 Nm eingestellt sind und die realen Kräfte genau nachahmen. Dies hilft, die Lenkpräzision und das Muskelgedächtnis in einer kontrollierten Umgebung zu entwickeln.
In Bezug auf das Drehmoment können die High-End-Lenkräder von Fanatec mit den realen Kräften mithalten oder diese sogar übertreffen. Beim Realismus von Simulationsrennen geht es jedoch nicht nur um Nm-Werte, sondern auch um die genaue Nachbildung von Grip-Levels, Straßenbeschaffenheit und Fahrzeugverhalten. Ein richtig abgestimmtes Force-Feedback kann ein unglaublich intensives Erlebnis schaffen und Simulationsrennfahrer näher als je zuvor an den echten Motorsport heranbringen.
Während die meisten Straßenfahrzeuge 7 Nm nicht überschreiten, kann ein Sim-Racing-Setup darüber hinausgehen und es den Fahrern ermöglichen, jedes Detail der Strecke zu spüren – genau wie bei einem echten Rennen.